Social Media Konzept erstellen: Anleitung mit Vorlage
Social Media Konzept erstellen in neun Schritten: mit Vorlage-Tabelle und Restaurant-Beispiel, damit jeder Beitrag einem Ziel und einer Zielgruppe dient.
In ein Social Media Konzept gehören die Ausgangslage, die Ziele, die Zielgruppe, die Kanäle, die Themen und Formate, die Tonalität, ein Redaktionsplan, die Zuständigkeiten samt Budget und die Erfolgsmessung. Es ist ein schriftlicher Plan, der festhält, was Ihr Unternehmen auf welchem Kanal für wen veröffentlicht und woran Sie erkennen, ob sich die Arbeit lohnt.
Wie man so einen Plan aufsetzt, zeigt dieser Ratgeber in neun Schritten, und am Ende steht eine Vorlage als Tabelle, die Sie abschreiben und ausfüllen können. Damit es nicht bei der Theorie bleibt, begleitet uns ein Beispiel: der Gasthof Musterlinde, ein Landgasthof mit Mittagstisch, Biergarten unter Kastanien und einem Saal, in dem am Wochenende Taufen und Siebzigste gefeiert werden. Die Linde ist erfunden. Ihre Sorgen kennt trotzdem fast jeder Wirt mit kleinem Team.
Was ist ein Social Media Konzept, und wofür brauchen Sie es?
Ein Social Media Konzept ist die schriftliche Grundlage für Ihren Auftritt in sozialen Netzwerken. Es nimmt ein Geschäftsziel und macht daraus Antworten auf Fragen, die sonst jede Woche neu auf dem Tisch liegen. Lohnt sich TikTok? Was posten wir am Donnerstag? Und wer schaut am Sonntagabend um zehn noch in die Kommentare? Ohne Konzept entscheidet das, wer gerade das Handy in der Hand hat, meistens genau dann, wenn die ersten Mittagsgäste schon an der Tür stehen.
Am deutlichsten merken Sie den Unterschied, wenn mal nicht die Chefin postet, sondern die Aushilfe aus dem Service. Mit Konzept sieht der Beitrag trotzdem nach Ihrem Haus aus. Sie können Ergebnisse bewerten, weil vorher aufgeschrieben wurde, was überhaupt als Erfolg zählt. Und die Arbeit wird planbar: Wer weiß, welche Bilder die Woche braucht, fotografiert die Gerichte gesammelt an einem ruhigen Vormittag, statt jeden Morgen zwischen Gemüselieferung und Eindecken hektisch nach dem richtigen Licht zu suchen.
Ein Ordner mit fünfzig Seiten muss das nicht werden. Für einen Betrieb mit einer Handvoll Leuten reicht oft ein Papier, das jeden Baustein in ein paar Sätzen beantwortet. Hauptsache, es ist aufgeschrieben, und alle, die posten, haben es gelesen.
Wie erstellen Sie ein Social Media Konzept Schritt für Schritt?
Die Schritte hängen aneinander. Wer seine Gäste kennt, tut sich bei der Wahl der Kanäle leichter, und erst wenn die Kanäle feststehen, lohnt es sich, über Formate nachzudenken. Schreiben Sie zuerst einen groben Entwurf, allein und ruhig ein bisschen unordentlich. Danach setzen Sie sich mit dem Team zusammen, denn die Kellnerin, die seit Jahren den Stammtisch bedient, weiß über Ihre Gäste oft mehr als jede Statistik.
Wo steht Ihr Auftritt heute?
Bevor Sie Ziele setzen, machen Sie Inventur. Welche Profile gibt es schon? Wer kennt die Zugangsdaten, und liegt das Passwort vielleicht noch beim ehemaligen Azubi? Wann kam der letzte Beitrag? Danach gehen Sie die Posts der vergangenen Monate durch und schauen, worauf Leute reagiert haben. Achten Sie dabei eher auf Kommentare und darauf, wie oft ein Beitrag gespeichert wurde, als auf Likes, denn wer kommentiert oder speichert, hat sich mit dem Inhalt beschäftigt.
Notieren Sie außerdem, was Sie von vergleichbaren Betrieben in Ihrer Gegend unterscheidet. Ein Blick auf zwei oder drei Wettbewerber zeigt, welche Themen in der Region schon besetzt sind. Abkupfern lohnt sich dagegen kaum, weil Sie dann genau das zeigen, was Ihre Gäste schon von nebenan kennen.
Bei der Linde fällt die Inventur ernüchternd aus. Die Facebook-Seite lebt, aber nur in Schüben, mal drei Posts in einer Woche, dann einen Monat nichts. Das Instagram-Konto schläft seit dem letzten Sommer. Am besten liefen ausgerechnet die schnellen Handyfotos vom Biergarten und das abfotografierte Wochenmenü. Und dann ist da noch etwas, das kein Nachbarbetrieb hat: Das Fleisch kommt vom Hof des Bruders, drei Kilometer weiter. Erzählt hat das bisher niemand.
Ziele festlegen: Woran soll sich der Aufwand messen lassen?
Ziele kommen aus dem Geschäft, nicht aus der Plattform. Mehr Reservierungen an schwachen Tagen, mehr Anfragen für Feiern, mehr Bewerbungen für die Küche, eine Marke, die man in der Region kennt: So sehen typische Ziele aus. Als Faustregel hat sich die SMART-Regel eingebürgert. Danach soll ein Ziel spezifisch, messbar, realistisch und terminiert sein, und für das A stehen je nach Quelle Begriffe wie erreichbar oder attraktiv.
Trennen Sie Zahlen, die sich gut anfühlen, von Zahlen, die etwas über Ihr Geschäft sagen. Tausend neue Follower sind schön. Einen Tisch füllen sie nicht. Reservierungen über den Link im Profil, Anfragen per Nachricht oder Klicks auf die Speisekarte zeigen dagegen ziemlich direkt, ob Social Media für den Umsatz arbeitet.
Die Linde nimmt sich bis Jahresende zwei Dinge vor. Erstens mehr Tischreservierungen von Dienstag bis Donnerstag, gezählt über den Link im Profil. Zweitens mehr Anfragen für Familienfeiern im Saal. Bei der zweiten Zahl hilft nur Nachfragen, also fragt die Wirtin bei jeder Anfrage am Telefon, wie die Leute auf die Linde gekommen sind. Mühsam ist das, aber eine bessere Methode hat sie nicht.
Wen wollen Sie mit Ihren Beiträgen erreichen?
Beschreiben Sie Ihre Zielgruppe so genau, dass Ihnen beim Lesen echte Gäste einfallen. Dafür haben sich Personas eingebürgert: kurze Steckbriefe mit Alter, Wohnort, Anlass des Besuchs und dem, was diese Menschen sich wünschen oder wovor sie zögern. Das Material dafür haben Sie meist schon, im Reservierungsbuch, in Ihren Bewertungen und in den Statistiken der Profile, die bereits laufen.
Zwei oder drei Personas reichen fast jedem Betrieb. Mit sechs fängt jeder Beitrag an, es allen recht machen zu wollen, und am Ende fühlt sich keiner gemeint.
In der Linde sitzen mittags vor allem Leute aus dem Gewerbegebiet. Sie haben vierzig Minuten Pause, wollen schnell gut essen und hätten das Wochenmenü gern schon am Montagmorgen auf dem Handy. Die zweite Persona sind Familien aus dem Umkreis, die einen Ort für Taufe, Kommunion oder den Siebzigsten der Oma suchen. Sie fragen sich vor allem zwei Dinge: Wie sieht der Saal mit gedeckten Tischen aus? Und stört es jemanden, wenn die Kinder zwischen den Tischen herumrennen?
Auf welchen Kanälen lohnt sich der Aufwand?
Welche Plattformen Sie bespielen, hängt an zwei Fragen: Wo sind Ihre Personas unterwegs, und was können Sie tatsächlich liefern? Jeder Kanal kostet Zeit, beim Posten und noch einmal bei Kommentaren und Nachrichten. Zwei Kanäle, die verlässlich gepflegt werden, bringen deshalb meist mehr als fünf, um die sich nebenbei keiner richtig kümmert.
Eine grobe Orientierung: Instagram und Facebook passen zu vielen Restaurants und Hotels, weil sich Essen, Zimmer und Menschen gut im Bild zeigen lassen. TikTok und YouTube kommen in Frage, wenn jemand im Team gern und regelmäßig Videos dreht. LinkedIn ist eher etwas für Firmenkunden, Tagungen und die Suche nach Fachkräften.
Die Linde entscheidet sich für Instagram, wegen der Familien und der Saalbilder, und für Facebook, weil die Mittagsgäste dort ohnehin schon folgen. TikTok und LinkedIn kommen später dran, frühestens wenn die zwei Hauptkanäle ein halbes Jahr lang laufen.
Worüber posten Sie, und in welchem Format?
Legen Sie Themenfelder fest, die zu Ihren Zielen und Gästen passen. Sie geben jedem Beitrag einen Rahmen und verhindern, dass Ihr Feed irgendwann wie ein Prospekt aussieht. Für das Verhältnis von nützlichen, persönlichen und werblichen Inhalten gibt es mit der 50/30/20-Regel eine einfache Faustregel.
Dann kommen die Formate: Foto, Karussell aus mehreren Bildern, Story oder Kurzvideo, das auf Instagram Reel heißt. Planen Sie hier ehrlich. Was schafft Ihr Team in einer normalen Woche, mit Krankmeldung und Lieferverzug? Ein Video, das alle zwei Monate fertig wird, hilft vermutlich weniger als ein Foto, das jeden Mittwoch zuverlässig online geht.
Die Linde arbeitet mit vier Themenfeldern. Küche und Herkunft, darunter der Hof des Bruders. Wochenmenü und Biergarten. Feiern im Saal. Und die Leute, die dort arbeiten, vom Spüler bis zur Wirtin. Gerichte und Saal kommen als Foto oder Karussell, aus der Küche gibt es kurze Videos vom Anrichten, und das Tagesgericht steht als Story im Profil.
Tonalität: Wie klingt Ihr Betrieb in Beiträgen und Antworten?
Die Tonalität legt fest, wie Ihr Haus schreibt und spricht. Du oder Sie? Ein bisschen Dialekt oder durchgehend Hochdeutsch? Emojis ja oder nein, und wie viel Humor verträgt der Laden? Schreiben Sie das in ein paar Sätzen auf und legen Sie zwei Beispielbeiträge daneben, die den Ton treffen. An einem gelungenen Beispiel versteht eine neue Kollegin auf einen Blick, wofür eine Beschreibung eine halbe Seite bräuchte. Auch die Bildsprache gehört hierher, etwa ob Gäste erkennbar sein dürfen.
Genauso gehört das Community-Management in diesen Teil. Wie schnell antworten Sie? Was passiert mit einer harschen Bewertung, und ab wann landet eine Beschwerde direkt bei der Chefin? Wer das vorher klärt, muss es nicht an einem vollen Samstagabend zwischen zwei Tellern entscheiden.
In der Linde wird gesiezt, herzlich und knapp, mit einem regionalen Wort hier und da. Gäste kommen nur mit ihrer Zustimmung aufs Foto. Kritische Kommentare beantwortet die Wirtin selbst, freundlich und öffentlich, und die Einzelheiten klärt sie danach per Nachricht.
Wann erscheint welcher Beitrag?
Im Redaktionsplan wird das Konzept zum Kalender. Für jeden Beitrag steht dort, an welchem Tag er auf welchem Kanal erscheint, zu welchem Themenfeld er gehört und wer ihn vorbereitet. Tragen Sie zuerst ein, was ohnehin feststeht, also Feiertage, Saisonstart und eigene Veranstaltungen. Die Lücken dazwischen füllen Sie danach.
Wie oft Sie posten, ist weniger wichtig als die Frage, ob Sie den Takt im November noch halten, wenn Sie im März damit angefangen haben. Zwei feste Wochentage, die immer kommen, halten sich leichter als ein Feuerwerk im Frühjahr mit anschließender Funkstille. Wie so ein Plan in einem Werkzeug aussieht, können Sie sich am Redaktionsplan von Momentsuite ansehen.
Bei der Linde sieht die Woche so aus. Montagvormittag geht das Wochenmenü auf Facebook raus und läuft gleichzeitig als Story auf Instagram. Mittwochs folgt ein Beitrag aus der Küche oder vom Hof. Freitags zeigt die Linde den Saal, am liebsten mit einer echten Feier vom vergangenen Wochenende, wenn die Familie zugestimmt hat. Muttertag und der Start der Biergartensaison stehen schon Wochen vorher im Plan, damit niemand am Vorabend um elf noch ein Bild sucht.
Wer setzt das Konzept um, und was darf es kosten?
Für ein Konzept, um das sich niemand kümmert, ist das Papier zu schade. Schreiben Sie deshalb auf, wer Inhalte erstellt, wer freigibt, wer auf Kommentare antwortet und wer am Monatsende auswertet. Und planen Sie die Stunden dafür wirklich ein, egal ob das jemand im Haus macht, ein Social Media Manager oder eine Agentur.
Beim Budget liegt der Gedanke an Anzeigen nahe, dabei gehört die Arbeitszeit genauso dazu, außerdem Werkzeuge für Planung und Bildbearbeitung und vielleicht ein Fotograf, der einmal im Jahr den Saal ordentlich ablichtet. Bezahlte Kampagnen rechnen Sie am besten getrennt ab, mit eigenem Ziel und eigenem Betrag. Wer Anzeigen und normale Beiträge in einen Topf wirft, sitzt im Herbst vor einer Zahl und kann nicht mehr sagen, welcher Euro was bewirkt hat.
In der Linde hat sich das fast von allein sortiert, weil der Juniorchef der Einzige im Haus ist, der beim Anrichten freiwillig das Handy zückt, also fotografiert und textet er. Seine Mutter liest abends am Küchentisch drüber, gibt frei und beantwortet die Nachrichten, die über den Tag aufgelaufen sind. Damit das nicht zwischen Lieferanten und Abrechnung untergeht, steht der Freitagvormittag im Dienstplan, genau wie eine Schicht. Geld für Anzeigen gibt die Linde zweimal im Jahr aus, vor Muttertag und bevor im Herbst die Feiersaison losgeht, und jedes Mal mit einem eigenen, vorher festgelegten Betrag.
Woran erkennen Sie, ob das Konzept wirkt?
Geben Sie jedem Ziel eine Kennzahl und legen Sie fest, wann Sie hinschauen. An der Reichweite lesen Sie ab, wie viele Menschen Ihre Beiträge überhaupt zu Gesicht bekommen, während Kommentare, Speichern und Teilen eher verraten, ob ein Beitrag jemanden erreicht hat oder nur durchgescrollt wurde. Ob am Ende Geld in der Kasse landet, zeigen erst Klicks, Reservierungen und Anfragen. Die Zahlen liefern die Statistiken der Plattformen selbst.
Eine Auswertung im Monat reicht den meisten Betrieben. Notieren Sie, welche Themen und Formate gut liefen, und passen Sie den Redaktionsplan an. Am Konzept selbst schrauben Sie erst, wenn sich ein Muster über mehrere Auswertungen zeigt. Ein einzelner schwacher Monat kann auch am Wetter liegen, und im verregneten Juli postet kein Biergarten gegen die Wolken an.
Die Wirtin der Linde setzt sich am ersten Montag im Monat mit einem Kaffee hin und schaut auf drei Zahlen: Reservierungen über den Profil-Link, Anfragen für Feiern und die Interaktionen je Themenfeld. Bringen die Saalbilder viele Anfragen, bekommen sie im nächsten Monat einen zweiten festen Termin in der Woche.
Welche Vorlage hilft beim Social Media Konzept erstellen?
Wer ein Social Media Konzept erstellen will, ohne vor einem leeren Blatt zu sitzen, kann die folgende Tabelle als Vorlage nehmen. Kopieren Sie sie in ein Dokument, beantworten Sie jede Leitfrage in zwei bis drei Sätzen und tragen Sie das Ergebnis ein.
| Baustein | Leitfrage | Ergebnis |
|---|---|---|
| Ausgangslage | Welche Profile gibt es, was lief gut, was unterscheidet uns? | Kurze Analyse mit Stärken und Lücken |
| Ziele | Was soll Social Media für den Betrieb erreichen, bis wann? | Zwei bis drei SMART-Ziele |
| Zielgruppe | Wen wollen wir erreichen, mit welchem Anlass? | Zwei bis drei Personas |
| Kanäle | Wo sind unsere Personas, was können wir liefern? | Liste der Plattformen mit Rolle je Kanal |
| Themen und Formate | Worüber posten wir, in welcher Form? | Themenfelder und Formatliste |
| Tonalität | Wie klingen wir, wie gehen wir mit Kommentaren um? | Kurzer Leitfaden mit Beispielbeiträgen |
| Redaktionsplan | Was erscheint wann auf welchem Kanal? | Kalender mit festen Terminen |
| Zuständigkeiten und Budget | Wer macht was, mit welcher Zeit und welchem Geld? | Rollen, Zeitfenster, Budgetposten |
| Erfolgsmessung | Woran erkennen wir Fortschritt, wann prüfen wir? | Kennzahl je Ziel und Termin der Auswertung |
Das Nachdenken über den eigenen Betrieb nimmt Ihnen keine Vorlage ab. Sie sorgt aber dafür, dass kein Baustein vergessen wird, und wer neu ins Team kommt, findet in einem so gegliederten Papier schneller das, was er sucht, als in einem Stapel loser Notizen.
Was unterscheidet Social Media Konzept, Strategie und Redaktionsplan?
Ratgeber ordnen die Begriffe unterschiedlich ein. Bei OMR Reviews etwa ist die Social-Media-Strategie ein Teilbereich des Konzepts, das Deutsche Institut für Marketing ordnet das Social Media Konzept als Teil einer ganzheitlichen Marketingstrategie ein (beide abgerufen im November 2026). Für die Praxis hat sich diese Abgrenzung bewährt:
| Begriff | Beantwortet | Zeitraum |
|---|---|---|
| Social Media Strategie | Was soll Social Media für das Unternehmen leisten, und für wen? | Langfristig |
| Social Media Konzept | Wie wird die Strategie umgesetzt: Kanäle, Themen, Ton, Zuständigkeiten, Kennzahlen? | Mittelfristig, regelmäßig überprüft |
| Redaktionsplan | Welcher Beitrag erscheint wann auf welchem Kanal? | Kurzfristig, Wochen bis Monate |
In einem kleinen Betrieb dürfen Strategie und Konzept ruhig im selben Dokument stehen. Entscheidend ist eher die Reihenfolge. Die Social Media Konzeption beginnt bei den Zielen, nicht beim Kalender. Wer mit dem Kalender anfängt, füllt fleißig Wochen mit Beiträgen und merkt oft erst im Herbst, dass keiner davon einem Ziel dient.
Welche Pflichtangaben gehören in das Konzept?
Ein Punkt, der in Konzeptvorlagen leicht untergeht, ist die rechtliche Seite. In Deutschland regelt Paragraf 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes, welche Angaben Anbieter geschäftsmäßiger digitaler Dienste bereithalten müssen. Das Gesetz hat am 14. Mai 2024 das Telemediengesetz abgelöst. IHK-Merkblätter zählen geschäftliche Auftritte auf Plattformen wie Facebook und LinkedIn ausdrücklich zu diesen Diensten, und auch dort muss das Impressum erreichbar sein, über einen Link, der erkennbar zum Impressum führt und ohne Anmeldung funktioniert (Quellen: Merkblätter Impressum der IHK Koblenz und der Niederrheinischen IHK, abgerufen im November 2026).
Halten Sie im Konzept also fest, wo auf jedem Profil der Link zum Impressum steht und wer ihn ändert, wenn sich die Adresse oder die Geschäftsführung ändert. Ähnlich ist es mit Bildrechten und der Zustimmung von Gästen und Mitarbeitern, die auf Fotos zu sehen sind. Halten Sie außerdem fest, wie bezahlte Kooperationen gekennzeichnet werden, wie Gewinnspiele ablaufen und dass die Datenschutzerklärung die Profile abdeckt. Einen Überblick über diese Pflichten gibt der Ratgeber Was fällt alles unter Social Media Marketing? Für den Einzelfall ist eine Rechtsberatung der sichere Weg (Stand der Rechtslage: 6. November 2026).
Woran scheitern Konzepte in der Praxis?
An fehlender Kreativität scheitern die wenigsten. Viel öfter liegt das Papier nach ein paar Wochen in der Schublade, weil niemand namentlich zuständig ist oder im Dienstplan keine Zeit dafür steht. Ins Leere läuft ein Konzept auch, wenn die Ziele nur aus Follower-Zahlen bestehen und nie jemand nachsieht, ob Reservierungen folgen. Und manchmal ist das Team einfach erschöpft, weil zum Start mehr Kanäle und Formate geplant wurden, als ein normaler Arbeitsalltag hergibt.
Mein Rat für den Anfang: Starten Sie mit den Kanälen und Formaten, die Sie heute schon liefern können. Erweitern Sie erst, wenn der Rhythmus ein paar Monate hält. Wie der Einstieg ganz praktisch aussieht, beschreibt der Ratgeber Wie fängt man mit Social Media Marketing an?.
Wie kommen Sie jetzt zu Ihrem ersten Konzept?
Nehmen Sie sich die Vorlage und beginnen Sie mit Ausgangslage, Zielen und Zielgruppe. Kanäle und Themen ergeben sich daraus fast von selbst. Dann füllen Sie den Redaktionsplan für die nächsten Wochen, und nach dem ersten Monat schauen Sie zum ersten Mal auf die Zahlen.
Falls Sie lieber mit einem Entwurf statt mit einem leeren Blatt anfangen, kann Momentsuite einen liefern. Mit Magic Start entstehen aus der Adresse Ihrer Website eine Markenstrategie und Beitragsentwürfe für die ersten zwei Wochen. Die Markenstrategie enthält Zielgruppen, Tonalität und Formate, also einen Teil der Bausteine aus diesem Ratgeber, die Sie dann an Ihren Betrieb anpassen. Redaktionsplan, eine gemeinsame Inbox für Kommentare und Nachrichten sowie Statistiken zu Reichweite, Engagement und Top-Beiträgen liegen im selben System, und ausprobieren können Sie das 14 Tage kostenlos, die Bedingungen stehen auf der Preisseite.
Häufige Fragen
Was gehört in ein Social Media Konzept?
Ein Social Media Konzept hält Ausgangslage, Ziele, Zielgruppe, Kanäle, Themen und Formate, Tonalität, Redaktionsplan, Zuständigkeiten mit Budget und die Erfolgsmessung fest. Zusammen ergeben die Bausteine einen Plan, nach dem ein Team ohne ständige Rückfrage arbeiten kann.
Was ist der Unterschied zwischen Social Media Konzept und Social Media Strategie?
Die Strategie legt fest, was Social Media für das Unternehmen erreichen soll und bei wem. Das Konzept beschreibt die Umsetzung mit Kanälen, Themen, Formaten, Ton, Zeitplan, Zuständigkeiten und Kennzahlen. Ratgeber ordnen die Begriffe allerdings unterschiedlich ein, manche sehen die Strategie als Teil des Konzepts.
Wie lang sollte ein Social Media Konzept sein?
Eine feste Länge gibt es nicht. Für einen einzelnen Betrieb reicht oft ein Dokument, das jeden Baustein in wenigen Sätzen beantwortet, dazu ein Redaktionsplan im Anhang. Ein neues Teammitglied sollte danach wissen, was es posten soll und warum.
Wie oft sollte man ein Social Media Konzept überarbeiten?
Die Kennzahlen schauen Sie in festen Abständen an, etwa monatlich. Das Konzept selbst ändern Sie, wenn sich Ziele, Gäste oder Angebot verschieben oder wenn ein Kanal über mehrere Auswertungen hinweg nichts zum Ziel beiträgt.
Brauchen Unternehmensprofile in sozialen Netzwerken ein Impressum?
In Deutschland ja, sobald das Profil geschäftsmäßig betrieben wird. Wer geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste anbietet, muss nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz Anbieterangaben leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar halten, und IHK-Merkblätter zählen geschäftliche Auftritte auf Plattformen wie Facebook und LinkedIn ausdrücklich dazu. Wie Sie das im Einzelfall umsetzen, klären Sie am besten mit einer Rechtsberatung.
Wer hinter Momentsuite steht
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YvonneHat Momentsuite gegründet und verantwortet Vertrieb und Marketing. -
JerryStudierter Informatiker und Geschäftsführer der Scalableloops GmbH, baut Momentsuite technisch mit auf. -
NikoGeschäftsführer der Scalableloops GmbH, seit über 20 Jahren im Digitalbusiness.
Momentsuite ist ein Angebot der Scalableloops GmbH.