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Smartphone mit leerem Beitragslayout in einem Holzständer neben einem Dessert, Notizblock und Cappuccino auf einem Cafétisch am Fenster
Mit Momentsuite arbeiten

Social Media Posts mit KI erstellen: Ablauf für die Gastro

Social Media Posts mit KI erstellen: was KI bei Text und Bild gut kann, was Sie prüfen müssen, ein Ablauf für Restaurant, Hotel und Café.

Mit KI erstelltes Symbolbild
Veröffentlicht
Autor
Nikolai Schöbel
Lesezeit
9 Min.
Nikolai Schöbel
Nikolai SchöbelGeschäftsführer der Scalableloops GmbH, seit über 20 Jahren im Digitalbusiness.

Social Media Posts mit KI erstellen geht so: Sie sagen der KI, worum es geht, für wen und in welchem Ton, und bekommen einen Entwurf für Text und Hashtags zurück, auf Wunsch auch Bildideen oder ein Bild. Ob Preis, Datum und Zutaten stimmen, weiß die KI nicht. Das prüfen Sie.

Montagmorgen, der Redaktionsplan hat eine Lücke am Mittwoch, und in der Küche denkt niemand an Instagram. Auf dem Handy liegt immerhin ein Foto vom neuen Dessert. Genau für solche Momente ist ein KI-Entwurf gemacht. Er nimmt Ihnen das leere Blatt ab. Fertig ist der Beitrag damit noch nicht, und darum geht es in diesem Ratgeber: was Sie der Maschine überlassen können und wo Sie selbst draufschauen müssen.

Wie können Sie Social Media Posts mit KI erstellen, und was übernimmt die KI dabei?

Grob gibt es drei Arbeiten, bei denen KI hilft. Die meisten Betriebe nutzen sie gemischt.

  • Ideen: Themen für die nächsten Wochen, von der Spargelzeit bis zum Betriebsausflug ans Wasser.
  • Texte: Aus vier Stichworten wird eine Bildunterschrift, gern in drei Fassungen, kürzer, länger, mit Hashtags.
  • Bilder: Licht in einem eigenen Foto verbessern oder ein Stimmungsbild für einen Anlass erzeugen. Was dabei geht und was nicht, steht im Ratgeber KI Bilder erstellen.

Bedient wird das fast überall gleich. Sie tippen eine Bitte in ein Textfeld, lesen die Antwort und schreiben zurück: kürzer bitte, ohne Ausrufezeichen, und der Saal heißt Zirbenstube, nicht Festsaal. Dieses Hin und Her ist normal. Und es wird kürzer, je mehr die KI vorher über Ihr Haus erfährt, also über Lage, Küche, Gäste und den Ton, in dem Sie mit ihnen reden.

Was kann KI bei Texten und Bildern gut, und wo muss ein Mensch prüfen?

Die Tabelle ordnet Aufgaben aus dem Gastgewerbe ein. Gemessen ist das nicht, es ist eine Einschätzung von Momentsuite.

Aufgabe Was die KI gut kann Was ein Mensch prüfen muss
Ideen für den Monat viele Vorschläge zu Saison, Anlässen und wiederkehrenden Themen ob das Thema zu Ihrem Haus und Ihrem Kalender passt
Bildunterschrift zum Tagesgericht Entwurf in Ihrem Ton, kürzere und längere Varianten Preis, Zutaten, Allergene, ob es das Gericht heute wirklich gibt
Ankündigung eines Events Text mit Termin, Ablauf und Aufruf zur Reservierung Datum, Uhrzeit, Preis, Zahl der Plätze, Link
Hashtags passende Begriffe zum Thema vorschlagen ob die Hashtags zu Ihrem Ort und Publikum passen
Antwort auf einen Kommentar höflicher Entwurf ob der Ton zur Situation passt, besonders bei Kritik
Bild zum Beitrag Licht verbessern, Stimmungsbild für einen Anlass ob das Bild zeigt, was Gäste bei Ihnen vorfinden
Text für mehrere Kanäle Fassung für Instagram, Facebook und LinkedIn aus einem Entwurf ob die Fassung zum Publikum des Kanals passt

Kurz gesagt: Formulieren kann die KI, aber sie weiß nicht, was bei Ihnen diese Woche los ist. Dass der Spargel am Donnerstag aus war? Dass der Ruhetag jetzt Dienstag ist? Keine Ahnung hat sie davon. Schlimmer noch, Lücken füllt sie gern mit etwas, das plausibel klingt. Steht im Entwurf „hausgemacht“ oder „aus der Region“, muss jemand gegenlesen, der weiß, ob es stimmt. Ich würde das nie dem Zufall überlassen, gerade bei Allergenen.

Welcher Ablauf bringt KI-Posts, die zu Ihrem Haus passen?

Was sich im Alltag eines Gasthauses durchhalten lässt, sieht ungefähr so aus:

  1. Einmal aufschreiben, wer Sie sind. Gäste, Anrede (Sie oder du), Themen, die immer wieder kommen, und ein paar Dinge, die nie in einem Beitrag stehen sollen. Das bekommt jede KI mit, oder Sie legen es in einem Werkzeug ab, das es sich merkt.
  2. Themen für ein paar Wochen sammeln. Vorschläge holen, dann entscheiden, was an welchem Tag kommt. Wie man die Beitragsarten mischt, erklärt der Ratgeber 50/30/20-Regel für Social Media.
  3. Entwürfe schreiben lassen. Nicht nur das Thema nennen, sondern auch Fakten und Länge.
  4. Prüfen und ergänzen. Zahlen abgleichen, Unpassendes streichen, einen Satz hinzufügen, den nur Sie schreiben können.
  5. Freigeben und einplanen. In den Plan kommt der Beitrag erst, wenn ihn jemand gelesen hat, der das Haus kennt.

So könnte eine Vorgabe aussehen, mit der die KI etwas anfangen kann: „Schreibe eine Instagram-Bildunterschrift für ein Landgasthaus. Anlass: Ab Donnerstag gibt es Kürbissuppe mit Kernöl, 7,50 Euro. Ton: herzlich, per Sie, keine Übertreibungen. Länge: drei bis vier Sätze, am Ende eine Einladung zum Mittagstisch, fünf Hashtags mit Ortsbezug.“ Den Preis habe ich mir für das Beispiel ausgedacht. In Ihre Vorgabe gehört der echte.

Schreiben mehrere Leute im Team, lohnt es sich, vorher festzulegen, wer Entwürfe macht und wer freigibt. Das gehört ins Konzept, wo ohnehin die Zuständigkeiten stehen (siehe Was gehört in ein Social Media Konzept?).

Smartphone mit einer leeren Karte, daneben eine Sprechblase mit Funken und ein großes Häkchen

Welche Werkzeuge helfen beim Schreiben von Posts mit KI?

Drei Gruppen lassen sich unterscheiden. Welche zu Ihnen passt, hängt vor allem daran, wo Sie heute schon planen.

Chat-Assistenten wie ChatGPT können fast alles und lassen sich kostenlos testen. Ein Social-Media-Werkzeug sind sie trotzdem nicht. Den Text kopieren Sie hinterher in die App oder ins Planungstool, und Ihre Angaben zu Haus und Ton bringen Sie selbst mit, am einfachsten als gespeicherten Text, den Sie jedes Mal einfügen.

Planungstools mit Schreibhilfe haben den Assistenten gleich im Editor. Buffer sagt über seinen AI Assistant, er helfe beim Schreiben, bei Ideen und beim Anpassen des Tons. Hootsuite bündelt seine KI-Funktionen inzwischen in Wisdom, das laut Hersteller unter anderem Entwürfe für Beiträge und Bildunterschriften erstellt. Praktisch daran: Entwurf und Kalender liegen nebeneinander.

Social-Media-Software mit Markenwissen kennt Ihren Betrieb, bevor Sie den ersten Entwurf anfordern, weil Strategie, Ton und Formate dort schon hinterlegt sind. In diese Gruppe gehört Momentsuite, mehr dazu weiter unten.

Preise lasse ich hier weg, die ändern sich zu oft. Wer vergleichen will, findet Einstiegspreise mit Stand im Ratgeber Welche Social Media Management Tools gibt es?.

Was gilt rechtlich für KI-Posts: Kennzeichnung, Rechte, Daten?

Kennzeichnung. Seit dem 2. August 2026 ist Artikel 50 Absatz 4 der KI-Verordnung anwendbar. Offenlegen müssen Sie danach Deepfakes und Texte, die veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren; bei Texten entfällt das, wenn ein Mensch sie geprüft hat und redaktionell verantwortet. Ihr Beitrag über den Mittagstisch fällt nach unserer Lesart nicht darunter. Ein KI-Bild Ihres Zimmers, das echt aussieht, kann dagegen ein Deepfake sein. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber KI-Kennzeichnungspflicht in Social Media.

Verantwortung. Was unter Ihrem Namen erscheint, verantworten Sie. e-recht24 sagt es deutlich: Für fehlerhafte, falsche oder rechtswidrige Inhalte haften Sie. Ein falscher Preis wird nicht harmloser, weil ihn eine Maschine vorgeschlagen hat.

Rechte am Text. § 2 Absatz 2 Urheberrechtsgesetz schützt nur „persönliche geistige Schöpfungen“. Reine KI-Inhalte sind laut e-recht24 deshalb nicht geschützt. Sie dürfen den Text nutzen, können ihn aber niemandem verbieten.

Daten. Tippen Sie personenbezogene Daten in ein KI-Werkzeug, gilt die DSGVO. e-recht24 rät, solche Daten wegzulassen oder zu anonymisieren. Für einen Beitrag braucht es sowieso keine, und eine Antwort auf eine Gästenachricht lässt sich auch ohne den vollen Namen im Prompt formulieren. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Wie entstehen Posts mit KI in Momentsuite, von Magic Start bis zum Entwurf?

Momentsuite ist eine Marketing-Software für Restaurants, Hotels und Agenturen. Aus der Adresse Ihrer Website macht sie eine Markenstrategie und Beitragsentwürfe für die ersten zwei Wochen. Diesen Einstieg nennt Momentsuite Magic Start.

Sie tragen nach der Anmeldung Ihre Website ein, die KI liest sie. Heraus kommen Logo, Farben, eine Unternehmensbeschreibung, Markenstimme, Posting-Zeiten, Content-Formate und Zielgruppen, und jedes davon können Sie ändern. Dann sehen Sie die Bilder durch, die auf der Website gefunden wurden, und werfen raus, was nicht in Beiträge gehört (ein Lageplan etwa). Am Ende warten die ersten Entwürfe mit Bild, Text und Hashtags. Über jedem Text gibt es ein Feld für Änderungswünsche an die KI. Keine Website? Dafür gibt es einen Weg mit Dateien. Schritt für Schritt erklärt das der Hilfe-Artikel Anmelden und Magic Start.

Für den Ablauf aus diesem Ratgeber zählt vor allem eines: Alles aus Magic Start sind Entwürfe. Online geht erst etwas, wenn Sie Kanäle verbunden und einen Beitrag eingeplant haben. Neue Beiträge legen Sie unter Beiträge erstellen an. Dort schreibt ein KI-Assistent bei der Bildunterschrift mit, die Hashtag-Recherche macht Vorschläge, und in der Live-Vorschau sehen Sie den Beitrag so, wie er auf dem Handy erscheint. Die App erinnert selbst ans Prüfen der Aussagen, und unter „Ihre Prüfaufträge“ sammelt sie Beiträge, die Ihnen zur Prüfung zugewiesen sind. Mehr steht im Hilfe-Artikel Beitrag erstellen.

Womit fangen Sie an?

Mit einem Zettel. Darauf: Lage, Küche, Ton, Gäste und drei Dinge, die nie in einem Beitrag auftauchen sollen. Dann lassen Sie sich Entwürfe für zwei Wochen schreiben und lesen jeden so, als käme er von einer neuen Aushilfe. Nach diesen zwei Wochen sehen Sie ziemlich genau, wo die KI Ihnen Arbeit abnimmt und wo Sie selbst schneller sind.

Wer das mit Strategie, Entwürfen und Planung an einem Ort ausprobieren möchte, kann Momentsuite 14 Tage kostenlos testen, die Bedingungen stehen auf der Preisseite.

Häufige Fragen

Welche KI schreibt gute Social Media Posts?

Für Texte nutzen viele Betriebe Chat-Assistenten wie ChatGPT, außerdem haben Planungstools wie Buffer und Hootsuite eigene KI-Schreibhilfen eingebaut. Gut wird ein Beitrag weniger durch das Werkzeug als durch die Vorgaben: Anlass, Zielgruppe, Ton und die Fakten, die stimmen müssen. Prüfen müssen Sie das Ergebnis in jedem Fall selbst.

Muss ich mit KI geschriebene Posts kennzeichnen?

Für Beitragstexte zu Menü, Event oder Angebot gibt es nach Artikel 50 der KI-Verordnung in der Regel keine Pflicht, vor allem wenn ein Mensch den Text geprüft hat und verantwortet. Anders sieht es bei realistisch wirkenden KI-Bildern und KI-Videos aus, die etwas Echtes vortäuschen. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zur KI-Kennzeichnungspflicht.

Darf ich Kundendaten in ein KI-Tool eingeben?

Sobald Sie personenbezogene Daten eingeben, etwa Namen oder Nachrichten von Gästen, gelten die Regeln der DSGVO. e-recht24 rät, solche Daten gar nicht oder nur anonymisiert einzugeben. Für einen Beitrag reichen in der Regel Angaben zum Gericht, zum Anlass und zum Haus, ganz ohne Gästedaten.

Merken Gäste, dass ein Post von einer KI geschrieben wurde?

Allgemeine Texte ohne eigene Details wirken austauschbar, und das fällt Stammgästen auf. Wenn Sie den Entwurf um etwas ergänzen, das nur Ihr Haus hat, etwa den Namen des Lieferanten oder einen Satz der Köchin, liest er sich wie Ihrer. Das ist auch der wichtigste Teil der menschlichen Arbeit an einem KI-Entwurf.

Wem gehören die Rechte an einem KI-Text?

Nach § 2 Absatz 2 Urheberrechtsgesetz sind nur persönliche geistige Schöpfungen geschützt. Ein reiner KI-Text ist deshalb nach Einschätzung von e-recht24 in der Regel nicht geschützt: Sie dürfen ihn nutzen, können aber anderen die Nutzung nicht verbieten.

Wer hinter Momentsuite steht

  • Yvonne Dachs-Stoffel, Momentsuite
    YvonneHat Momentsuite gegründet und verantwortet Vertrieb und Marketing.
  • Jeremias Burger, Momentsuite
    JerryStudierter Informatiker und Geschäftsführer der Scalableloops GmbH, baut Momentsuite technisch mit auf.
  • Nikolai Schöbel, Momentsuite
    NikoGeschäftsführer der Scalableloops GmbH, seit über 20 Jahren im Digitalbusiness.

Momentsuite ist ein Angebot der Scalableloops GmbH.

Ihr Marketing. Startklar.

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